Dortmund bleibt nazifrei – Den ,,Tddz“ blockieren!

Wir werden unterstützt von den Organisationen:
Alevitische Jugend NRW
DGB Jugend Dortmund
DGB Jugend NRW
DIDF Jugend Dortmund
Die PARTEI Dortmund
PARTEI KV Schwerte
IG Metall Jugend
Jusos in der SPD Dortmund
Jusos in der SPD NRW
SJD- Die Falken Dortmund
SJD- Die Falken Bezirk Westliches Westfalen
SPD Dortmund

Einzelpersonen:
Armin Jahl, MdL, stv. Vorsitzender SPD Dortmund
Fatih Ece, Gewerkschaftssekretär
Guntram Schneider, MdL
Hendrik Müller, Fotokünstler
Jens Peick, stv. Vorsitzender SPD Dortmund
Josephin Tischner, Bundesvorsitzende´SJD – Die Falken
Jana Herrmann, stellvertretende Bundesvorsitzende SJD – Die Falken
Julia Rüding, stv. Vorsitzende Die PARTEI Dortmund
Marco Bülow, SPD MdB
Martin Kaysh, Kaberettist und Geierabend
Markus Veith, Schauspieler
Nadja Lüders, MdL, Vorsitzende SPD Dortmund
Prof. h.c. Dr. h.c. Olaf Schlösser, Graf von Kronenberg, Vorsitzender Die PARTEI Dortmund
Sabine Poschmann, MdB
Tobi Katze, Schriftsteller
Uwe Schmieder, Schauspieler bei Schauspiel Dortmund
Volkan Baran, stv. Fraktionsvorsitzender SPD

Weitere Unterstützer*innen folgen.

Organisationen und Einzelpersonen, die unseren Aufruf unterstützen möchten, können sich gerne unter info@dortmundnazifrei.de bei uns melden.

Informationen zum „Tag der Deutschen Zukunft“

Allgemeines zum „TddZ“

Am 4. Juni 2016 soll zum 8. Mal ein Naziaufmarsch zum sogenannten „Tag der deutschen Zukunft“ stattfinden. Diese Naziveranstaltung unterscheidet sich insofern von anderen Zusammenkünften, dass sie hier scheinbar „für“ etwas eintreten. Dennoch ist das Ganze nur Maskerade, denn eine Zukunft nach nationalsozialistischer Vorstellung ist zum großen Teil ein Ausgrenzen und Abwerten unserer vielfältigen, demokratischen Kultur und unseres friedlichen Miteinanders. Die Kampagne begann 2009 als eine Aktion „gegen Überfremdung“ und wurde von den norddeutschen Neonazi-Kadern Dieter Riefling und Thomas Wulff angestoßen. Im vergangenen Jahr richtete er sich vor allem gegen Geflüchtete. Diese seien nicht nur kriminell, sondern auch verantwortlich für den „kulturellen und geistigen Verfall des deutschen Volkes“. Mit Vorurteilen wird versucht Hass zu schüren gegen diejenigen, die in Deutschland derzeit so dringend Zuflucht und Sicherheit brauchen. Gesellschaftliche Probleme wie Jugendarbeitslosigkeit werden Migrant*innen in die Schuhe geschoben, verbunden mit dem Aufruf „Widerstand zu leisten“.

In den letzten Jahren fand der „TddZ“ in Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Hamburg, Sachsen und im vergangenen Jahr in Brandenburg statt. Dort gelang es Antifaschist*innen, die Veranstaltung erfolgreich zu blockieren. In diesem Jahr orientierten sich die Nazis mit Dortmund also erstmalig gen Westen. Bei uns liegt nun die Verantwortung ihnen zu demonstrieren, dass sie auch hier nicht willkommen sind. In der Vergangenheit lag die Organisation der Demonstration, die meistens mit einer Musikveranstaltung abgeschlossen wird, bei rechtsextremen Parteien, wie „Der III. Weg“ und „Die Rechte“.

4. Juni 2016: Dortmund bleibt nazifrei!

Dortmund ist in der Vergangenheit bereits häufiger Veranstaltungsort für überregionale bis bundesweite Veranstaltungen der Neonazis-Szene geworden. Das letzte Mal fand im März 2015 eine Demonstration/Kundgebung der Rechten anlässlich des 10. Todestages eines Dortmunders statt, der von einem „NWDo“-Mitglied erstochen wurde. Auch hierfür wurde bundesweit mobilisiert. In den Jahren davor gab es am 1. September, dem „Antikriegstag“, sowie dem 1. Mai, dem Tag der Arbeit, öfter Aufmärsche und Veranstaltungen der Rechten, für die diese Feiertage instrumentalisiert wurden. Wir Dortmunder*innen möchten nicht, dass solche Veranstaltungen in Dortmund zum Regelfall werden, weshalb die Stadtgesellschaft, die ein sehr ausgeprägtes Netzwerk gegen rechts hat, am 04. Juni 2016 zahlreiche Gegenaktionen, aber auch viele Stadtteilfeste organisiert hat, um zu zeigen, dass die demokratischen Kräfte in Dortmund den Nazis keinen Raum überlassen werden. Die Veranstaltungen werden auf dieser Seite weiter unten gesammelt.

Wir, Dortmund Nazifrei – Bündnis demokratisches Dortmund, rufen dazu auf, den Neonazi-Aufmarsch zum „TddZ“ friedlich und gewaltfrei zu verhindern. Im letzten Jahr in Neuruppin, gelang es, die ca. 600 Teilnehmer*innen der Neonazidemonstration bereits nach wenigen Metern zu blockieren. Das wollen wir in diesem Jahr – mit eurer/Ihrer Unterstützung – in Dortmund wiederholen.

(für nähere Informationen siehe Aufruf)

 Quellen:

http://www.bnr.de/artikel/hintergrund/brauner-schulterschluss-bedingt-harmonisch-0

https://www.lotta-magazin.de/nrwrex/2015/06/do-neonazi-demo-tag-der-deutschen-zukunft-findet-2016-dortmund-statt

Der Samstag in Dortmund – Protest unter erschwerten Bedingungen

nazifrei artikelbild

Am vergangenen Samstag gestaltete sich der Protest gegen den Naziaufmarsch anlässlich des 10. Todestages des von einem Neonazi ermordeten Thomas „Schmuddel“ Schulz wie eine Schatzsuche. Nur, dass es nicht um einen Schatz, sondern um einen braunen Haufen gewaltbereiter Antidemokrat*innen ging, den es zu finden galt.
Trotz der erfreulichen Tatsache, dass neben dem Bündnis Dortmund Nazifrei noch viele weitere Organisationen und Zusammenschlüsse zu verschiedensten Aktionen gegen den Aufmarsch der Rechten mobilisierten, waren organisierte Protestaktionen kaum möglich.
„Wir vom Bündnis kritisieren das Vorgehen der Polizei, die Demonstrationsroute und den Veranstaltungsort des Konzerts durch die Partei „Die Rechte“ bis zum Schluss nicht bekannt zu geben, als zutiefst undemokratisch. Es ist nicht nur eine Zumutung für alle Anwohner*innen in betroffenen Gebieten, bis zum Schluss nicht zu wissen, dass bald vor ihrer Haustür der braune Mob tobt. Es nimmt auch allen Dortmunder*innen jegliche Möglichkeit, gewaltfrei gegen den Aufmarsch vorzugehen.“, sagt Jana Herrmann, Sprecherin von Dortmund Nazifrei.
Das Bündnis hatte dazu aufgerufen, sich am Samstagmorgen im Westpark zu versammeln, um von dort aus weiter zu ziehen und gemeinsam den Naziaufmarsch zu blockieren. Zahlreiche Mitglieder der Mitgliedsorganisationen, die sich im Wesentlichen aus Parteien, Gewerkschaften und Jugendverbänden zusammensetzen, waren diesem Aufruf gefolgt. Bereits im Park erwarteten sie mehrere Mannschaftswagen der Polizei. Wegen der massiven Polizeipräsenz erreichten die Gruppen letztendlich nicht die Demoroute, die sich im Laufe des Vormittags durch Beobachtung des Stadtgeschehens erschließen ließ.
Statt der erwarteten 1000-2000 Nazis ließen sich am Wochenende lediglich 700 Personen aus dem rechten Spektrum blicken. Aber nicht nur Blockaden, auch Demonstrationen in Sicht- und Hörweite der Naziroute waren beinahe unmöglich.
„Wir halten es zudem für eine Fehlentscheidung, die Abschlussveranstaltung vor dem Westfalenstadion zuzulassen.“, erklärt Kathi Winter, ebenfalls Sprecherin. „Diesen Leuten darf solch eine Bühne nicht geboten werden.“
Auch im Umfeld des Fußballstadions wurden Demonstrant*innen, wenn nötig mit Hilfe von Platzverweisen, davon abgehalten zu protestieren.
Erfreulich bleibt jedoch, wie viele Menschen ihren Samstag geopfert haben, um auf die Straße zu gehen, den Opfern von rechten Gewalttaten zu gedenken, zu demonstrieren und bunt und vielfältig zu zeigen, dass Dortmund keinen Bock auf Nazis hat. Viele verschiedene Menschen haben auch unser Bündnis ganz selbstverständlich unterstützt.
Danke für eurer Engagement!

Treffpunkt 28.03. 10 Uhr am Westpark

Liebe Mitstreiter*innen!

Wir treffen uns morgen um 10 Uhr am Westpark, Eingang Rittershausstraße (Nähe Silent Sinners).

Bitte bringt alles mit, was man für ein gutes Picknick braucht:
Decken, Sitzkissen, ausreichend alkoholfreie Getränke (bitte nicht in Glasflaschen) und Snacks, sowie warme, wetterfeste Kleidung.

Mit antifaschistischen Grüßen,
euer Dortmund Nazifrei

Infotelefon:
015225977387

EA-Nummer:
0231/ 8404684