Am 11.06. Nazi-Kundgebung auf dem „Platz der alten Synagoge“ verhindern

„Euer Hass ist unser Ansporn. Wir lassen unser Land nicht im Stich. Wir schenken Euch auch nicht unsere Angst. Ihr werdet Vergangenheit sein und unsere Demokratie wird leben.“

nashorn_web

Dies sagte der Bundespräsident Joachim Gauck in seiner ersten Rede. Sätze, die unsere heimischen Nazis offenbar so aufregen, dass sie anlässlich seines Auftritts bei der IHK am 11.06. im Dortmunder Opernhaus zur Gegenkundgebung aufrufen.

Ausgerechnet auf dem „Platz der alten Synagoge“ wollen die Enkel der Brandstifter, die die Hörder Synagoge in Brand setzten, eine Kundgebung abhalten. Ohne Uns !

Die Vorstellung Nazis bekämen eine Kundgebung auf dem „Platz der alten Synagoge“ genehmigt, bzw. würden auf diesem Platz ihren antisemitische Hetze und menschenverachtenden Parolen und Matarial verteilen können, ist unerträglich daher rufen wir dazu auf, diesen Platz zu besetzen und so diesen Ort vor den Nazis zu schützen.

Kommt am  Dienstag 11.06.,

um 18:30 Uhr zum „Platz der alten Synagoge“ .

5 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Pingback: Bündnis ruft auf, Nazikundgebung am 11. Juni in Dortmund zu verhindern | Bündnis Dortmund gegen Rechts

  2. Guten Abend,
    es ist aus zwei Gründen absolut sicher, dass die Nazis nicht auf dem „Platz der alten Synagoge“ demonstrieren werden.
    1. Es wäre ein viel zu großes Sicherheitsrisiko, Nazis und etwaige Gegendemonstranten direkt vor dem Gebäude aufmarschieren zu lassen, in dem sich Joachim Gauck aufhält. Das wir Gauks Sicherheitsteam niemals zulassen.
    2. Es gibt in anderen Bundesländern Präzedenzfälle und Gesetzt (bspw. Berlin, 2006), dass an Gedenkstätten die an Nationalsozialistische Gräueltaten erinnern, keine Nationalsozialistischen Demonstrationen stattfinden dürfen, wenn dadurch die Würde der Opfer angegriffen wird.
    Würde den Nazis eine Demonstration am Platz der alten Synagoge erlaubt, gäbe das einen bundesweiten Skandal, den sich Dortmund, insbesondere im Zusammenhang mit dem Besuch des Bundespräsidenten, niemals leistet!

    Genau aus diesen Gründen ist die Demo nun auch polizeilich untersagt worden und laut verschiedenen Quellen der Stadtgarten als neuer Standort anvisiert. Eine Gegendemonstration am Platz der alten Synagoge bliebe nun also ungehört.
    Zumindest, wenn wir uns darin einig sind, dass Gegendemonstrationen dazu dienen, dem Gegner zu zeigen dass der Gegenprotest stark, vielfältig und laut ist, sollten wir uns Gedanken darüber machen, ob es nicht sinnvoller wäre uns auch am Stadtgarten zu postieren.

    • Da es zwischen dem Platz der alten Synagoge und dem Stadtgarten meines wissens nach nur rung 350m sind, denke ich, dass wir soweit flexiebel sind eben dort zu demonstrieren, wo DIE RECHTE auch ihre Kundgebung halten. Aufrufen tun sie bis jetzt immernoch zum Platz der alten Synagoge…

  3. Die Devise ist: „Flexibel bleiben“. AntiFa-Gruppen rufen dazu auf sich bereits um 18:00 Uhr auf dem „Platz der alten Synagoge“ zu treffen. Der AK gegen Rechtsextremismus ruft für 18:30 Uhr zu einer Mahnwache ebenfalls dort auf. Es werden wohl mehr Leute auf dem Platz sein, denn wir rufen ja auch dazu auf sich um 18:30 Uhr dort zu treffen. Viele Menschen werden über die Stadtbahnstation Stadtgarten anreisen. Da bleibt viel Platz für mögliche raumgreifende Aktionen, es gibt jedoch bessere Wege diese zu kommunizieren, wie z.B. den sms-verteiler von Do-Nazifrei. Stay tuned es gibt mit Sicherheit aktuelle Informationen.

  4. Hallo!
    Ich habe soeben die Petition: „Entnazifizierung aller Behörden und der Justiz“ gestartet und benötige Deine/Eure Hilfe, um richtig los zu legen. 30 Sekunden Zeit um die Petition jetzt zu unterschreiben? http://www.change.org/de/Petitionen/bundestag-entnazifizierung-aller-behörden-und-der-justiz
    Darum ist das Thema wichtig:
    Wie sieht der moderne Rassismus heute aus?
    Der Rassismus heute äußert sich seltener offen und unverhohlen – trotz steigender rassistisch motivierter Gewalt- und Straftaten von Rechtsextremen.
    Vielmehr dringt der alltägliche Rassismus auf subtile Weise in die Köpfe von Menschen ein. Er erscheint in Gestalt alltäglicher Floskeln und scheinbar plausibler Unterscheidungen oder pauschalisierender und abwertender (Vor-)Urteile.

    Ihnen liegen orientierende Konstruktionen von „Wir“ und „Ihr“ zugrunde, die Menschen eines anderen ethnischen Hintergrunds, einer anderen Hautfarbe oder Religionszugehörigkeit diskriminierende Zuschreibungen und abwertende Merkmale zuordnen. Die empirischen Studien und Analysen führen uns vor Augen, wie MigrantInnen in allen wichtigen Lebensbereichen – auf dem Arbeitsmarkt, bei den Behörden, vor den Gerichten, in den Bildungsinstitutionen, im Krankenhaus oder beim Arzt, im Fußballstadion oder auf dem Wohnungsmarkt diskriminiert werden und was dagegen geschieht bzw. geschehen müsste. Nachdem Mitte November 2011 bekannt geworden ist, dass eine Organisation, die sich zum Nationalsozialismus bekannte, jahrelang rassistische Morde begehen konnte und staatliche Institutionen offensichtlich in einem bisher noch nicht bekannten Ausmaß involviert waren, fordern wir die konsequente Entnazifizierung Deutschlands. Rassismus manifestiert sich nicht nur am Rande der Gesellschaft, sondern spiegelt sich auch im Denken und Handeln von Personen wider, welche in staatlichen Institutionen tätig sind.

    Deutschland bedarf ganz dringend eines aktiven Abbaus von institutionellem Rassismus. Hierzu benötigen wir die Implementierung von Anti-Diskriminierungsgesetzen (wie bereits von der EU vorgeschrieben). Der Kampf gegen Rassismus und Rechtsextremismus in Deutschland bedarf einer erheblich stärkeren Finanzierung von Antidiskriminierungsstellen, antifaschistischen Initiativen und zivilgesellschaftlichem Engagement gegen Rassismus. Oft wird erwartet, dass antirassistisches Engagement von Migrantinnen-Organisationen ehrenamtlich erbracht wird. Auch dies ist ein Ausdruck dafür, welchen geringen Wert die Gesellschaft der Bekämpfung des Rassismus beimisst –Nazis gibt es nur, weil diese Gesellschaft sie zulässt.

    Rassismus auf ein Problem zwischen Nazis und Migranten zu reduzieren, heißt die Realität dieses Landes zu verkennen und der Verantwortung aus dem Weg zu gehen.
    Wir sollten die Opfer des Nationalsozialistischen Untergrunds nicht mit noch mehr Gleichgültigkeit strafen. Deutschland und die deutsche Bundesregierung muss etwas gegen den wachsenden alltäglichen Rassismus in der Gesellschaft unternehmen: Deutschland muss sich ENTNAZIFIZIEREN.

    Du kannst meine Petition unter diesem Link unterschreiben.

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